Guide Tischelin: Die Zen-Pinball-Enzyklopädie

von Michael Orth am 4. Juni 2017

Satte 68 Tische umfasst – momentan – die iOS-Version von Zen Pinball. Wer alle haben will, muss weit über 100 Euro dafür löhnen. Auch wenn man das früher schnell bei einem einzigen Kneipenflipper loswurde – so viel Geld werden wohl die wenigsten Flipperfreunde berappen wollen. Welche also kaufen? Als kleinen Leitfaden werde ich die nächsten Monate jeden einzelnen Tisch besprechen. Natürlich gehen auch bei Flippertischen die Meinungen stark auseinander. Trotzdem gibt’s auch meinen persönlichen Meinungs-Senf mit dazu – basierend auf halbwegs objektiven Kriterien wie Anspruch, Detailreichtum, Spielbarkeit, Missionen und optische Attraktivität. nUnd dafür gibt es bis zu maximal fünf Sterne.

Folge 1: Captain America

Warum ich ausgerechnet mit dem Marvel-Patrioten beginne? Weil Captain Amerika einen sehr typischen und zugleich relativ durchschnittlichen Zen-Tisch darstellt. Typisch bedeutet: Es ist alles da, was man üblicherweise so vorfindet. Durchschnittlich heißt: Captain America ist wirklich gut, schlägt aber in keinster Weise herausragend. Vor allem verkneift er sich vordergründige Showeffekte. Spektakuläre Über-Rampen findet man ebenso wenig wie Videomodi oder sonstige Einlagen, die mehr Raum einnehmen als das eigentliche Geflippere.

Einsteiger profitieren vom angenehmen Schwierigkeitsgrad und dem Fehlen besonderer Fruststellen. Da zielen weder Rampen direkt in die Mitte noch will die Kugel permanent ins Seitenaus. Zudem sind die richtig dicken Punkteklopper sowohl einfach zu erreichen als auch zu bewältigen. Nur Multiball-Freunde werden hier kaum glücklich. Wenn es hingegen ein durchdacht gestalteter, flüssig zu spielender und eher einfacher Tisch sein darf, dann platziert sich Captain America locker in den Top 30.

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